"Die grösste Baustelle ist die fehlende Hallenkapazität"

Die jüngsten Erfolge freuen Beat Faas, den Technischen Leiter des Handballclubs Andelfingen. Im Interview sagt er, wo er den Handballclub Andelfingen zur Halbzeit der Saison sieht und welche Arbeiten in den nächsten Monaten auf ihn und den Vorstand warten.

01072018 BeatFaas hca

Im Moment muss es Spass machen, Technischer Leiter des HC Andelfingen zu sein, oder nicht?
Beat Faas: Ja die Tätigkeit als Technischer Leiter macht Spass. Das ist für mich auch eine Grundbedingung, da meine Arbeit für den HC Andelfingen viel von meiner Freizeit kosten. Würde es mir keinen Spass mehr machen, würde ich meine Freizeit dafür nicht hergeben. Und natürlich macht die Arbeit angesichts der momentanen Erfolge bei der SG Wyland und bei den Herren noch mehr Spass, als wenn man ständig Rückschläge verarbeiten muss. Jedoch haben wir bei den Junioren und beim Einbinden der Junioren in die Herrenmannschaften noch wichtige Aufgaben zu lösen, damit wir von der Nachwuchsarbeit endlich profitieren können.

Ein Team in der 1.-Liga-Finalrunde, vier Teams in den Cupfinals der Region. Ist das harte Arbeit oder viel Glück?
BF: Grösstenteils harte Arbeit aller Beteiligten. Die Komponente Glück hat aber sicher auch ihren Anteil. Wir haben aus meiner Sicht eine eher schwache 1.-Liga-Gruppe erwischt, beim Cup ist immer auch das Los mitentscheidend und in allen Spielen braucht es auch noch ein wenig Wettkampfglück.

Trainer Paddy Kälin hat signalisiert, dass er weiterhin Trainer der ersten Mannschaft bleiben wolle. Wann wird sein Vertrag verlängert?
BF: Das ist sehr erfreulich. Die Planung der kommenden Saison ist über die Festtage angelaufen und erste Gespräche haben wir bereits geführt. Wir sind zuversichtlich mit demselben Personal weiter arbeiten zu können wie in der laufenden Saison.

Wie lautet denn die Plus-Minus-Bilanz des Technischen Leiters zur Halbzeit der Saison?
BF: Positiv ist sicher, dass das Herren 1 das Saisonziel (den Ligaerhalt) schon erreicht hat. Positiv sind auch die über weite Strecken guten Ergebnisse und die gute Entwicklung der Teams in der SG Wyland. Das Ziel, bei den Mädchen in jeder Altersklasse eine Promotions- und Intermannschaft zu haben wurde erreicht. Freude macht auch der Einzug der Herren 2 in den regionalen Cupfinal und der gute Start der Mannschaft in die 3. Liga. Und schliesslich stimmen auch die Entwicklung und die Resultate der U9- (unter neunjährige Mädchen und Jungs), U11- und U13-Teams.

Schwierigkeiten haben wir mit dem Wechsel von Junioren in den Herrenbereich. Da wir noch keine U19-Mannschaft haben, müssten die Jungs schon als 17-jährige zu den Herren wechseln. Wir sind aber auf der Suche nach einer Lösung. Mehr erhofft hätte ich mir von der U15- und der U17-Mannschaft. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass die Jungs und Trainer noch härter Arbeiten werden und sich Erfolge dann einstellen.

Warum läuft es den Juniorinnen des HC Andelfingen so gut?
BF: Die Juniorinnen aus Andelfingen sind nur ein Teil der SG Wyland. Wir versuchen die SG Wyland (HC Stammheim, HC Neftenbach und HC Andelfingen) immer als Ganzes zu sehen und nicht nach den beteiligten Vereine zu unterscheiden. Die Gründe für den Erfolg sehe ich einerseits im grossen Pool von Spielerinnen, der guten Arbeit der Trainer und den durch die drei Vereine geschaffenen Voraussetzungen. Allerdings gibt es bei der Durchlässigkeit zwischen den Teams noch Steigerungspotential.

Die sportlichen Ergebnisse der Andelfinger Junioren sind weniger überzeugend. Was sind die Gründe?
BF: Wir haben unsere Junioren seit der Überarbeitung der Strukturen beim Handballverband immer in der ersten Stärkeklasse angemeldet. Eventuell gehören wir da momentan noch nicht hin, sind doch in dieser Klasse vor allem grössere Vereine dabei. Zudem haben wir in den letzten Jahren stets ein bis zwei Junioren an Pfadi Winterthur abgegeben. In den tieferen Stufen werden Spiele oft von Einzelspielern entschieden, die nun eben bei Pfadi statt in Andelfingen spielen. Allerdings müssen die Jungs auch wieder seriöser ins Training kommen und aus den nicht ganz optimalen Trainingsvoraussetzungen – uns fehlt viel Hallenkapazität – versuchen, mehr rauszuholen.

Wird der HC Andelfingen bei den Juniorinnen weiterhin mit dem HC Stammheim und dem HC Neftenbach zusammenarbeiten?
BF: Das ist das Ziel ja. Gespräche werden in den nächsten Wochen stattfinden.

Gibt es Pläne für eine Zusammenarbeit auch bei den Junioren?
BF: In den letzten Jahren wurde eine Zusammenarbeit bei einzelnen Mannschaften immer wieder diskutiert. Allerdings hat sich noch nie etwas ergeben, da in jedem Verein die Anzahl der Junioren meistens für eine Mannschaft ausreicht. Zudem gibt es mit Pfadi Winterthur einen starker Verein in der Region, der die talentierten Junioren fördert. Somit können die drei Vereine Stammheim, Neftenbach und Andelfingen die Breite abdecken und den Leistungsbereich Pfadi überlassen. Bei den Juniorinnen ist das anders, dort füllt Yellow Winterthur die Rolle im Leistungsbereich im Moment nicht aus.Mitte Saison beginnt für den Technischen Leiter schon die nächste Saison.

Wo liegen die grössten Baustellen des HC Andelfingen?
BF: Die grösste Baustelle ist sicher die fehlende Kapazität in den Hallen. Es wird stets schwieriger, für alle Kinder und Teams einen Trainingsplatz zu finden, weil wir nach wie vor dauernd neue Kinder in unseren Trainings begrüssen können. Auch die Suche nach Trainerinnen und Trainer ist immer eine Knacknuss. Und wie gesagt suchen wir nach einer Lösung für den Übergang von den Junioren zu den Herren.

An was mangelt es sonst noch? Der Mangel an Mitgliedern, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen und Zeit zu geben ist ja bei vielen Vereinen ein Problem.
BF: Ja, wir könnten mehr gebrauchen. Es arbeiten aber schon sehr viele im Verein mit. Und glücklicherweise sind die ersten Juniorinnen und Junioren ja mittlerweile in einem Alter, wo sie auch mitarbeiten können und dies verdankenswerterweise auch tun. So leiten beispielsweise vier Juniorinnen die Trainings der U9-Juniorinnen und -Junioren.

So breit aufgestellt wie aktuell, war der HC Andelfingen seit seiner Gründung 1971 noch nie. Bisher folgte auf jedes Hoch auch wieder ein Tief, was die Anzahl Spielerinnen und Spieler und die Anzahl Mannschaften betrifft. Gehts bald wieder abwärts?
BF: Schwer zu sagen. Ich denke es geht nicht wieder abwärts, da wir in den letzten Jahren konstant Juniorinnen und Junioren für Handball haben gewinnen können und das Bevölkerungswachstums im Raum Andelfingen anhalten dürfte. Wenn wir weiter gut arbeiten, wird auch der Ruf des HC Andelfingens gut bleiben und die Kids werden weiterhin ins Handball kommen.

Warum ist es diesmal anders?
BF: Solange die wichtigen Positionen im Verein mit guten Leuten besetzt sind, die Vereinsmitglieder sich dem Verein verbunden fühlen und ein Teil ihrer Freizeit im HC Andelfingen verbringen möchten, wird der Verein so weiter bestehen. Natürlich kann niemand garantieren, dass sich dies nicht ändern kann. Wir versuchten und versuchen den Verein auf viele Schulter abzustützen, damit die Gefahr eines Kollapses kleiner wird. Aber es gibt Schlüsselpositionen, die viel Arbeit übernehmen und immer werden übernehmen müssen. Verlieren wir da Leute, könnte es schwer werden. Auf Präsident Sven Zbinden und den Vorstand, die Trainer Paddy Kälin, Stephan Vögeli, Christian Gerber und Ruedi Waser, die Schiedsrichter Markus Neumann, Yves Berweger und Hansruedi Jucker, die Macher und Beizer Röbi Braun und Tom Bleuer sowie die Verantwortlichen für die Turniere kann der Verein in nächster Zeit nur ganz schwer verzichten.

Interview: David Herter (das Interview wurde schriftlich geführt)

Tags: HC Andelfingen, Sporthalle Andelfingen, Andelfingen, Handball, Handballclub, HCA1, Juniorinnen, SG Andelfingen, SG Wyland, Junioren, HC Stammheim, HC Neftenbach

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