Es sollte nicht sein…

Es sollte ein Andelfinger Cupweekend werden. Sieben Spiele in Folge ungeschlagen und zuletzt gegen den Tabellenersten Flawil auswärts ein souveräner Sieg eingefahren. So mach einer plante am Sonntag einen Ausflug nach Heiden, um die erste Mannschaft im Finale zu unterstützen. Dies obwohl mit KJS Schaffhausen im Halbfinale ein Gegner aufwartete, gegen den die Andelfinger im Hinspiel Mühe bekundeten. Einmal mehr zeigt sich das Handballspiele erst gespielt und gewonnen werden müssen. Sang und klanglos gingen die Herren aus Andelfingen mit 33:24 unter.

Gegner KJS spielte das was sie konnten. Krafthandball über die Mitte mit einigen Pässen zum Kreis. Viel mehr zeigten die Schaffhauser nicht, was sie zugegebener Massen auch nicht mussten. Das Kollektiv versagt mehr oder weniger auf allen Positionen. Im Angriff wurden zu viele Würfe aus unvorbereiteter Lage genommen, freie Würfe wurden zu wenig konsequent geworfen, verworfen oder der Ball kam nicht beim Mitspieler bzw. wurde von diesem nicht gefangen. Leidtragender gemäss Statistik Jan Tanner. Trotz schlechter Statistik spielte Jan Tanner diverse Bälle auf den vermeintlich torgefährlichsten Rechtenflügel der 2. Liga, Michael Hochstrasser heraus. Die Rechte Seite erzielte trotzdem mehr als die hälfte der Andelfinger Tore. Dies zeigt einmal mehr das die Andelfinger von der rechten Seite stark abhängig sind.

Die Verteidigung der Andelfinger lässt sich rasch beschreiben. Nichtexistierend. Keine Absprache, schlechtes Timing, keine Stimmung, und vor allem keine Härte. Die Schaffhauser konnten in der Folge praktisch ohne Bedrängnis werfen. Passend zur Verteidigung blieben die beiden Torhüter chancenlos und glanzlos.

In der Folge verliert das Herren 1 ganz klar gegen sich selbst und schenkt den Schaffhausern den Einzug in das Cup Finale. Vor zahlreichen Fans blamiert sich das Team um Julius Marcinkevicius mit 33:24.

Die Andelfinger spielen am 2. April gegen den HC Goldach-Rohrschach zu Hause um 19:00 Uhr. Zwei Trainings um aus dem vergangenen Spiel lehren zu ziehen. Was zwingend sein muss ist eine starke Leistungssteigerung in der Verteidigung. Die Andelfinger müssen lernen den Gegner mit Härte zu bearbeiten. Es wird Zeit das wir dem Gegner den Takt aufzeigen und nicht umgekehrt. Gleichzeitig darf die Mannschaft nicht vergessen, wo sie steht. In der Liga seit 7 Spielen immer noch ungeschlagen. Der Abstieg ist bereits seit längerem kein Thema mehr. Bedenket man, dass sich das Team seit dem Rückzug aus der ersten Liga noch in der Entwicklungsphase befindet und aus zahlreichen Junioren besteht, muss man sich definitiv nicht verstecken! Besagtes Team muss in den nächsten Spielen weiterhin im Zentrum stehen, die Resultate werden früher oder später wieder positiv ausfallen. Somit «Gring abe u seckle!» und wer weiss, vielleicht ist nächstes Jahr unser Cup Jahr 😉.

 

26 03 22 Cup KJS

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